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Bedarf vor Gier – Das Einstellen der Loot-Regeln

17. Februar 2008 | Autor: | Kategorie: Gut zu wissen | RSS 2.0

Spielt man in einer Gruppe – zum Beispiel innerhalb eines Dungeons – ist es sinnvoll, zu Beginn als Gruppenanführer die Loot-Regeln für die Gruppe anzupassen.

Hintergrund:
NPCs in Dungeons droppen oftmals seltene / rare / epische Gegenstände, die es ausschließlich in dieser Instanz zu bekommen gibt und die zwischen den Spielern einer Gruppe untereinander aufgeteilt werden müssen.

Als ungeschriebenes Gesetz gilt “Bedarf vor Gier”, d.h. bei Gegenständen die gedroppt werden, sollten sich Spieler (die den Gegenstand nicht wirklich benötigen, sondern ihn nur verkaufen möchten) fairer Weise zurück halten und sie dem Spieler überlassen, der auch etwas damit anfangen kann. Beispielsweise nützt einem Krieger die gedroppte Stoffrobe recht wenig, wohingegen ein Magier diese gut gebrauchen kann. Ein Krieger der beim Würfeln um diesen Gegenstand “Bedarf” anmeldet, darf sich schon einmal darauf gefasst machen, dass der Magier der Gruppe höchstwahrscheinlich wenig begeistert darüber ist und ihn – sollte das öfters vorkommen – ganz bestimmt kein zweites Mal in seine Gruppe einlädt. Ninja-Looter sind alles andere als gern gesehen :-).

Das im Spiel integrierte “Need-or-Greed” System ermöglicht es dem Gruppenanführer die Loot-Regeln für die Gruppe vorab einzustellen.

Durch Rechtsklick auf sein Charakterporträt kann er die Loot-Regeln ändern:

Wählt er z.B. die Option “Plündern: Plündern als Gruppe” so wird um jeden Gegenstand innerhalb der Gruppe automatisch gewürfelt und jeder Spieler entscheidet, in dem dann erscheinenden Fenster, ob er den Gegenstand gebrauchen kann (Bedarf), ihn zwar nicht braucht, aber vielleicht gerne verkaufen möchte (Gier) oder gar kein Interesse an ihm hat (Passen durch Schließen des Fensters).

Der Gruppenanführer kann auch bestimmen ob um seltene / rare oder epische Gegenstände gewürfelt werden soll:

Je mehr Spieler sich in einer Gruppe befinden, desto unübersichtlicher kann das Würfeln um einen Gegenstand werden und desto schneller neigt der Ein oder Andere vielleicht dazu, doch “Bedarf” auf einen wertvollen Gegenstand anzumelden, obschon er ihn eigentlich nicht wirklich benötigt.

Für diesen Fall kann der Gruppenanführer die Loot-Regeln auch auf “Plündern: Plündermeister” setzen und einen Spieler als “Plündermeister” festlegen, welcher dann die Beute verteilt. Der Plündermeister schaut sich dann zunächst die Gegenstände an und postet diese durch SHIFT + Links-Klick im Gruppenchat und jeder Spieler der Gruppe kann seinen Bedarf anmelden. Der Plündermeister entscheidet dann, welcher Spieler den Gegenstand bekommen soll und gibt ihm diesen. Sollte ein Gegenstand von niemandem benötigt werden, kann durch die Eingabe von /random 100 um diesen gewürfelt werden und Zuteilung erfolgt dann nach dem Zufallsprinzip.

Insbesondere bei Gilden wird häufig eine Verteilung nach dem DKP-System (Dragon Killing Point) vorgenommen, d.h. jeder Spieler einer Gilde sammelt bei Teilnahme z.B. an Raids Punkte, mit denen er sich das Recht auf bestimmte Gegenstände verdient.

Abschließend sei noch angemerkt, dass die Chars innerhalb der Gruppe immer Vorrang haben, d.h. selbst wenn der Krieger einer Gruppe noch einen Magier-Twink haben sollte und daher die gedroppte Stoffrobe für seinen Zweitcharakter gebrauchen könnte, sollte dieser keinen Bedarf darauf anmelden, wenn ein anderer Spieler der Gruppe hierfür Verwendung hat.

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17. Februar 2008 | zuletzt bearbeitet am: 21. November 2008 | Autor: | Kategorie: Gut zu wissen | RSS 2.0

Ein Kommentar

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  1. Als Variation / Erweiterung für “beim Anlegen gebundene” Items (häufig Bossdrops).

    Bedarf – wer das Item benutzen will
    Gier – wer entzaubern kann
    Pass – der Rest

    So können die Items entzaubert werden und die Splitter am Ende per Random verteilt werden.

    Ansonsten gilt: Bedarf vor Gier. Wer dagegen gerne verstößt (notorische Bedarfs-Drücker), wird bei nach einer Verwarnung gekickt bzw. ich mach lieber gleich Plündermeister ;-)

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