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Buch: Krieg der drei Hämmer

09. Januar 2009 | Autor: | Kategorie: Bibliographie | RSS 2.0

Die Zwerge von Eisenschmiede lebten lange Jahre in Frieden. Aber ihre Gesellschaft wurde zu groß für die Enge ihrer Bergstädte. Der mächtige Hochkönig Modimus Ambossar regierte die Zwerge zwar gerecht und weise, doch in der Gesellschaft der Zwerge waren drei starke Fraktionen entstanden.

Der Bronzebartklan, der von Than Madoran Bronzebart beherrscht wurde, stand treu zum Hochkönig und stellte die traditionellen Verteidiger von Eisenschmiede. Der Wildhammerklan unter Than Khardros Wildhammer bewohnte die Vorgebirge und Felsspalten am Fuß des Berges und strebte nach mehr Einfluss in der Stadt.

Die dritte Fraktion, der Dunkeleisenklan, wurde von dem Zauberhexerthan Thaurissan beherrscht. Die Dunkeleisenzwerge verbargen sich in den dunkelsten Schatten unter dem Berg und schmiedeten Ränke gegen den Bronzebart- und Wildhammerklan.

Eine Zeit lang wahrten die drei Fraktionen einen brüchigen Frieden, doch als Hochkönig Ambossar in hohem Alter verschied, kam es zu offenen Spannungen. Die drei herrschenden Klans entfesselten einen Krieg um die Herrschaft über Eisenschmiede. Viele Jahre tobte der Bürgerkrieg der Zwerge unter der Erde. Schließlich trieben die Bronzebärte, die über das größte stehende Heer verfügten, die Dunkeleisenzwerge und Wildhämmer in die Verbannung.

So, das erklärt schonmal warum – und das obschon ich doch selbst Zwerg bin – die Dunkeleisenzwerge (die mir damals erstmalig am Steinwerkdamm in Loch Modan begegnet sind) so unfreundlich waren.

Khardros und seine Wildhammerkrieger zogen durch die Barrierentore von Dun Algaz nach Norden und gründeten auf dem fernen Gipfel Grim Batol ihr eigenes Reich. Dort erlebten die Wildhämmer eine Blütezeit und konnten ihre Schatzkammern wieder füllen.

Mit Thaurissan und seinen Dunkeleisenzwergen meinte es das Schicksal nicht so gut. In ihrer Verbitterung und Wut nach der Niederlage schworen sie Eisenschmiede Rache. Thaurissan führte sein Volk weit in den Süden, wo sie im malerischen Rotkammgebirge eine Stadt gründeten (der er seinen eigenen Namen gab).

Pah. Geschieht ihm recht. Ich glaube ich bin noch nie so häufig gestorben wie damals am Übergang vom Sumpfland ins Arathihochland. Weil die dort stationierten Dunkeleisenzwerge mich ständig mit Bomben beworfen haben.

Der über viele Jahre hinweg angehäufte Wohlstand ließ die Dunkeleisenzwerge den Groll gegen ihre Vettern nicht vergessen. Auch die lange seit damals vergangene Zeit half nicht, die Herzen zu erweichen. Thaurissan und sein Zauberhexerweib Modgud begannen Feldzüge gegen Eisenschmiede und Grim Batol. Die Dunkeleisenzwerge wollten ganz Khaz Modan für sich beanspruchen.

Die Armeen der Dunkeleisenzwerge rückten gegen ihre Vettern vor und hätten um ein Haar die Festungen beider Königreiche vernichtet. Schlussendlich jedoch führte Madoran Bronzebart seinen Klan zu einem entscheidenden Sieg über Thaurissans Armee von Zauberern. Thaurissan und seine Diener flohen zurück in ihre sichere Stadt und ahnten nichts von den Geschehnissen in Grim Batol, wo es Modguds Armee nicht besser gegen Khardros und seine Wildhammerkrieger erging.

Als Modgud gegen die feindlichen Krieger vorrückte, wandte sie ihre Kräfte an, um Furcht in ihren Herzen zu säen. Schatten folgten ihrem Gebot, dunkles Getier kroch aus den Tiefen der Erde empor und jagte die Wildhämmer in ihren eigenen Hallen. Schließlich durchbrach Modgud die Tore und belagerte die Festung selbst. Die Wildhämmer kämpften verzweifelt, Khardros selbst schritt durch das Schlachtengetümmel, um die Zauberhexerin und Königin zu erschlagen.

Als ihre Königin gefallen war, flohen die Dunkeleisenzwerge vor der Wut der Wildhämmer. Sie eilten nach Süden zur Festung ihres Königs, trafen unterwegs jedoch auf die Armeen von Eisenschmiede, die zur Unterstützung von Grim Batol gekommen waren. Die verbliebenen Streitkräfte der Dunkeleisenzwerge wurden zwischen den beiden Armeen aufgerieben und vollkommen vernichtet.

Danach wandten sich die vereinten Armeen von Eisenschmiede und Grim Batol nach Süden, um Thaurissan und seinen Dunkeleisenzwergen endgültig den Todesstoß zu versetzen. Sie waren noch nicht weit gekommen, als sich Thaurissan in seinem Zorn zu einem Zauber von katastrophalen Ausmaßen hinreißen ließ. Thaurissan wollte einen übernatürlichen Diener beschwören, der seinen Sieg gewährleisten konnte, und rief die alten Mächte an, die unter der Welt schliefen. Zu seinem Entsetzen war die Kreatur, die erschien, weitaus schrecklicher als er es sich in seinen kühnsten Alpträumen ausgemalt hätte, und sie führte letztlich seinen Untergang herbei.

Hmmm…von der eigens beschworenen Kreatur vernichtet.
Das ist bitter.

Ragnaros der Feuerlord, der unsterbliche Herr und Meister aller Feuerelementare, war von den Titanen verbannt worden, als die Welt noch jung war. Als Thaurissan Ragnaros durch seinen Ruf befreit hatte, begann dessen Existenz erneut… in einer feurigen Eruption. Ragnaros’ apokalyptische Wiedergeburt auf Azeroth zerschmetterte das Rotkammgebirge und ließ im Zentrum der Verheerung einen lodernden Vulkan entstehen.

Der Vulkan, der den Namen Schwarzfels erhielt, grenzte im Norden an die sengende Schlucht und im Süden an die brennende Steppe. Thaurissan wurde ein Opfer der Kräfte, die er entfesselt hatte, und seine überlebenden Brüder wurden von Ragnaros und seinen Elementaren versklavt. Sie hausen bis auf den heutigen Tag in den Tiefen des Schwarzfels.

Ach sieh mal einer an – deswegen heißt der Boss in den Schwarzfelstiefen auch Thaurissan!

Als König Madoran und König Khardros die schrecklichen Verwüstungen und Feuersbrünste sahen, die in den Bergen im Süden ausbrachen, ließen sie ihre Armeen anhalten und kehrten schnellstens in ihre Königreiche zurück, da sie nicht den furchtbaren Zorn von Ragnaros auf sich ziehen wollten.

Der Bronzebartklan kehrte nach Eisenschmiede zurück und baute seine prächtige Stadt wieder auf. Die Wildhämmer kehrten nach Grim Batol zurück. Doch Modguds Tod hatte den Ruch des Bösen in der Bergfestung hinterlassen und die Wildhämmer fanden sie unbewohnbar vor.

Verbitterten Herzens beklagten sie den Verlust ihrer geliebten Heimat. König Bronzebart bot den Wildhämmern ein Refugium in Eisenschmiede an, aber die Wildhämmer weigerten sich standhaft. Khardros führte sein Volk nach Norden in die Länder von Lordaeron. Die Wildhämmer ließen sich in den dichten Wäldern des Hinterlandes nieder und gründeten die Stadt Nistgipfel, wo die Wildhämmer im Einklang mit der Natur lebten und sogar ein Bündnis mit den mächtigen Greifen der Gegend eingingen.

Da sie Beziehungen und Handel mit ihren Vettern aufrechterhalten wollten, bauten die Zwerge von Eisenschmiede zwei gewaltige Brückenbögen, der so genannte Thandolübergang, um die Kluft zwischen Khaz Modan und Lordaeron zu überbrücken.

Welch neckischer Zufall, dass im Reliktkasten in den Schwarzfelstiefen die Besitzurkunde über den Thandolübergang zu finden ist.

Durch den beiderseitigen Handel brachten es beide Königreiche zu Wohlstand. Nach dem Tod von Madoran und Khardros ließen ihre Söhne gemeinsam zwei große Statuen zu Ehren ihrer Väter errichten.

Die beiden Statuen wachten über den Pass in die Südländer, die im Kielwasser von Ragnaros’ sengender Präsenz vulkanisch geworden waren. Sie dienten als Warnung für alle, die Eroberungspläne gegen die Königreiche der Zwerge hegten, und als Mahnung, welch hohen Preis die Dunkeleisenzwerge für ihre Verbrechen zahlen mussten.

Die beiden Königreiche blieben einander einige Jahre eng verbunden, doch die Schrecken, die sie in Grim Batol sahen, hatten die Wildhämmer sehr verändert. Sie lebten jetzt oberirdisch an den Hängen des Nistgipfels, anstatt ein gewaltiges Reich im Inneren des Berges zu schaffen. Die ideologischen Differenzen zwischen den beiden verbliebenen Zwergenklans ließen sie schließlich getrennte Wege gehen.

Kein Wunder, dass ich das ingame nicht alles gelesen habe. Dass die Dunkeleisenzwerge mir nicht gut gesonnen waren, merkte ich ja dann auch so, aber jetzt weiß ich zumindest auch warum.

Quelle: http://de.wowhead.com/?object=175739

Fundort: Dun Morogh, Eisenschmiede (75.9) | benötigt für Erfolg: “Bücherwurm

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09. Januar 2009 | zuletzt bearbeitet am: 09. Januar 2009 | Autor: | Kategorie: Bibliographie | RSS 2.0

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